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Elf Tote, Dutzende Schwer- und mehr als hundert Leichtverletzte, Millionenschäden durch völlig zertrümmerte Autos. Das ist die Bilanz des letzten Wochenendes auf steirischen Strassen. Das ist aber auch der traurigste Rekord, den nun die Steiermark hält. Am vorletzten Wochenende waren sechs Menschen Verkehrsunfällen zum Opfer gefallen.
Diese Bilanz des Grauens entstand, obwohl Gendarmeriebeamte die Gastarbeiterroute kontrollierten, obwohl der Urlauberverkehr praktisch zu Ende ist und trotz Aktionen die täglich fehlgeschlagen haben.
Fassungslos mussten die Gendarmen der Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos miterleben, wie ein Verkehrsopfer nach dem anderen starb.
Der 74 jährige Pensionist Franz P. wird am Freitag in seiner Heimatgemeinde Knittelfeld von einem PKW angefahren und getötet.
Wenige Stunden später stirbt die 75jährige Rentnerin Johanna J. im Landeskrankenhaus Wagna; sie war von einem Rettungswagen überfahren worden.
Nach einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Gastarbeiterautos am Samstag Früh bei Wald am Schoberpass kamen der Türke Kemal T. 27, und die 28jährige Jugoslawin Milianka K. in den Wracks ums Leben.
In der Nacht auf Samstag wird der 20jährige Präsenzdiener Wolfgang P. aus Aichdorf bei einem Verkehrsunfall in St. Marein bei Knittelfeld im Wageninneren gepfählt. Er stirbt noch am Unfallort.
Eine ganze Familie wird bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos bei Rottenmann regelrecht ausgerottet: Der Türke Kemalettin K.36, seine 32jährige Gattin Emile und die 7jährige Tochter Sacide sind kurze Zeit nach dem Unfall tot.
Bei Gröbming gerät der Wagen eines jugoslawischen Gastarbeiters ins Schleudern, prallt gegen einen Baum und stürzt über eine Böschung. Die Beifahrerin, die 45jährige Lenka Anka B. ist sofort tot.
Am Sonntag, kurz vor Mitternacht rast der 34jährige Vertreter Lothar W. aus Eisenstadt auf der Bundesstrasse bei Lebring gegen einen mit 37 Personen besetzten Autobus. W. stirbt im Wrack, die Businsassen bleiben unverletzt.
In Hartberg wird der Mopedfahrer Franz Sch. 48, aus Kaibling von einem Lastwagenzug erfasst, zu Boden geschleudert und getötet.
Der Chef der Gendarmerie Verkehrsabteilung Oberstleutnant Kupka: "Elf Tote, ein Wahnsinn! Jetzt soll die Exekutive endlich wieder einmal mehr Rechte bekommen um härter durchgreifen zu können."
Oberpolizeirat Dr. Haberl von der Sicherheitsdirektion Steiermark wiederum ist der Meinung, dass dieser hohe Blutzoll durch verstärkten Einsatz von Zivilstreifen gesenkt werden könnte. Haberl: "Ausserdem sollten wir Verkehrssünder strenger bestrafen.! In Jugoslawien bekam erst jetzt ein Grazer nach einem tödlichen Verkehrsunfall eine zweijährige Freiheitsstrafe aufgebrummt. Bei uns tut´s eine Geldstrafe auch.
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