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Vorab sei gesagt - dieses Gespräch bestand aus einem langen Telefonat.
Frau Prückl hat am Beifahrersitz des Rettungswagens diesen schweren Unfall vor 27 Jahren überlebt. Trotz der vielen Verletzungen die sie mir am Telefon beschrieben hat - und auf die ich hier nicht eingehen werde - um ihre Privatsphäre nicht zu verletzen.
Vor dem Unfall begann sie begeistert mit Schilanglauf, viel Schifahren war für die Zeit nach dem Kindergroßziehen geplant. Daraus wurde nichts mehr, die Unfallfolgen waren zu gravierend. So ein schrecklicher Unfall verändert das ganze Leben.
Frau Prückl hat mich sehr beeindruckt. Sie hadert nicht mit dem Schicksal, ist ein absolut positiver Mensch - und sie hat diesen Horrunfall der schlussendlich dann 8 Menschen das Leben gekostet hat überlebt. 3 weitere Opfer des türkischen Kleinbusses sind später noch im Spital verstorben.
Frau Prückl hat den Dienst beim Roten Kreuz nie bereut, obwohl die Folgen dieser unglücklichen Dienstfahrt sie bis heute begleiten.
Sie hat mir auch erzählt, dass der Fahrer keinesfalls wie in der Zeitung berichtet eingeschlafen war, da er während der Fahrt bis zum Unfall mit ihr gesprochen hatte. Das hier anzuführen ist mir für die Ehrenrettung des Fahrers wichtig, der ja diesen Unfall nicht überlebt hat. Nicht immer ist das was in Zeitungen steht auch das was wirklich passiert ist.
Frau Prückl hat mir erzählt, dass die Medien nicht gerade nett mit ihr umgegangen wären, und die Berichterstattung oft weit neben den Tatsachen gelegen hat. Hier ein Aufruf an die Medien - Bitte bleibt bei der Wahrheit, die ist eh schon schlimm genug...
Mein persönlicher Eindruck: Ich freue mich eine Überlebende gefunden zu haben, die bereit war über das Geschehene noch einmal zu sprechen - diese Frau ist derart herzlich und positiv eingestellt, dass es sehr angenehm war mit ihr zu plaudern.
Auch wenn das Thema ernst und traurig ist.
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